<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Laterale Führung-Archiv - Simonsen Management</title>
	<atom:link href="https://simonsen-management.de/category/laterale-fuehrung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://simonsen-management.de/category/laterale-fuehrung/</link>
	<description>Führung und Karriere</description>
	<lastBuildDate>Sun, 13 May 2018 15:46:01 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9</generator>
	<item>
		<title>Laterale Führung: Führung mit Kooperation</title>
		<link>https://simonsen-management.de/laterale-fuehrung-fuehrung-mit-kooperation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Simonsen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2017 10:26:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Führungsrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Laterale Führung]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://simonsen-management.de/?p=10818</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Führungskonzept laterale Führung wird immer wichtiger &#8211; sei es, weil die Führungskräfte und Mitarbeiter quer zu Hierarchiestrukturen zusammenarbeiten müssen oder sei es, weil die Unternehmen verstärkt Matrixstrukturen einführen beziehungsweise Organisationen hierarchiefreier gestalten. Im Fokus des lateralen Führens steht die kooperative Zusammenarbeit! Diese gelingt, wenn auch die drei sozialen Phänomene Verständigung, Macht und Vertrauen berücksichtigt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/laterale-fuehrung-fuehrung-mit-kooperation/">Laterale Führung: Führung mit Kooperation</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Führungskonzept <strong>laterale Führung</strong> wird immer wichtiger &#8211; sei es, weil die Führungskräfte und Mitarbeiter quer zu Hierarchiestrukturen zusammenarbeiten müssen oder sei es, weil die Unternehmen verstärkt Matrixstrukturen einführen beziehungsweise Organisationen hierarchiefreier gestalten.</p>
<p><strong>Im Fokus des lateralen Führens steht die kooperative Zusammenarbeit!</strong> </p>
<p>Diese gelingt, wenn auch die drei sozialen Phänomene <strong>Verständigung, Macht und Vertrauen</strong> berücksichtigt werden und in einem fairen Zusammenspiel gelenkt werden. </p>
<p><a href="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2017/01/Führen-außerhalb-der-Hierarchie.png"><img decoding="async" src="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2017/01/Führen-außerhalb-der-Hierarchie.png" alt="laterales Führen" width="490" height="263" class="alignleft size-full wp-image-10817" srcset="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2017/01/Führen-außerhalb-der-Hierarchie.png 490w, https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2017/01/Führen-außerhalb-der-Hierarchie-300x161.png 300w" sizes="(max-width: 490px) 100vw, 490px" /></a><br />
Was zu beachten ist und wie Sie vorgehen können, beschreibe ich in meinem Artikel <strong>&#8222;Führen außerhalb der Hierarchie: So gelingt laterales Führen&#8220;</strong>.<br />
Sie können ihn <strong><a href="https://www.xing.com/news/insiders/articles/fuhren-ausserhalb-der-hierarchie-laterales-fuhren-560685?sc_p=da863_bn&#038;xing_share=news" target="_blank">hier</a></strong> bei <strong>XING</strong> in der Rubrik &#8222;Führung und Management&#8220; lesen. (Literaturhinweise &#8211; insbesondere zu Prof. Stefan Kühl, einem Organisationssoziologen &#8211; finden Sie ebenfalls in meinem Artikel bei XING.)</p>
<p>Ein früherer Blogartikel von mir <strong>&#8222;Führen ohne Weisungsbefugnis: Ein zahnloser Tiger?&#8220;</strong> zum gleichen Thema finden Sie <strong><a href="https://simonsen-management.de/fuehren-ohne-weisungsbefugnis/" target="_blank">hier</a></strong> auf meinem Blog.</p>
<p>Ich freue mich auf Ihre Likes und Shares auf den verschiedenen Kanälen! Danke!<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/laterale-fuehrung-fuehrung-mit-kooperation/">Laterale Führung: Führung mit Kooperation</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Macht und Führung: integer durch die ersten 100 Tage als Führungskraft</title>
		<link>https://simonsen-management.de/macht-und-fuehrung-integer-durch-die-ersten-100-tage-als-fuehrungskraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Simonsen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2016 12:57:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die ersten 100 Tage als neue Führungskraft]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Führungsrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Laterale Führung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://simonsen-management.de/?p=10580</guid>

					<description><![CDATA[<p>Macht ist wie eine Wolke: sichtbar und doch nicht fassbar! Und obwohl sie oft abgelehnt wird, ist sie allgegenwärtig: dunkel und hell, zwischen Einzelnen und in Gruppen, in sozialen Bezügen von Familie, Schule, Sport, Arbeit, Politik. Und auch bei der Übernahme einer neuen Führungsposition gehört die Machtfrage dazu! Wer eine Führungsposition übernimmt, überlegt sich: Habe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/macht-und-fuehrung-integer-durch-die-ersten-100-tage-als-fuehrungskraft/">Macht und Führung: integer durch die ersten 100 Tage als Führungskraft</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Macht ist wie eine Wolke: sichtbar und doch nicht fassbar! Und obwohl sie oft abgelehnt wird, ist sie allgegenwärtig: dunkel und hell, zwischen Einzelnen und in Gruppen, in sozialen Bezügen von Familie, Schule, Sport, Arbeit, Politik. </p>
<p><strong>Und auch bei der Übernahme einer neuen Führungsposition gehört die Machtfrage dazu!</strong><br />
Wer eine Führungsposition übernimmt, überlegt sich: Habe ich Macht auf dieser Position? Wie groß ist sie und wodurch legitimiert? Und: Wie will ich Macht ausüben? Wie will ich führen? Welche Alternativen habe ich zu einer Führung, die durch Macht geprägt ist? </p>
<p>Wer als Führungskraft eine Führungsposition in einem hierarchisch organisierten Unternehmen übernimmt, sollte sich deshalb frühzeitig mit Macht und der Einflussnahme durch Führung auseinandersetzen. Wem der Zusammenhang nicht bewusst ist, löst Wirkungen in seiner Umgebung aus, die unter Umständen nicht beabsichtigt waren und schwierig wieder ins Lot zu bringen sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/09/Macht-und-Führung-Simonsen-Management-296x300.jpg" alt="Macht und Führung in Unternehmen" width="296" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-10579" srcset="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/09/Macht-und-Führung-Simonsen-Management-296x300.jpg 296w, https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/09/Macht-und-Führung-Simonsen-Management.jpg 359w" sizes="(max-width: 296px) 100vw, 296px" /></p>
<h2>Macht durch Hierarchie und Führung</h2>
<p>Mit Sicherheit ist die hierarchische Struktur eines Unternehmens die Grundlage von Macht &#8211; dazu zählen aber auch Expertenwissen, Informationen, Ressourcen und Entscheidungshoheit.  </p>
<p>In der Regel ist die hierarchische Stellung verbunden mit bestimmten Rechten und mit organisatorisch und vertraglich legitimierter Autorität zur Einflussnahme gegenüber den Mitarbeitenden. </p>
<p><strong>Wir alle kennen allerdings viele Beispiele</strong>, wie sich diese Positions- und Handlungsmacht vom Top Management bis zum einfachen Teamleiter in der Personal- und Unternehmensführung negativ ausdrücken kann: ständiger Druck mit starkem Appell, Anweisungen ohne Rücksichtnahme, Entscheidungen gegen Widerstand, Belohnungen oder Sanktionen aussprechen etc. </p>
<p><strong>Nebst den Machtmechanismen durch die Struktur prägt auch das persönliche Verhalten der Führungskräfte</strong> die Art, wie Einflussnahme ausgeübt wird. Auch hier kennen wir leider zur Genüge viele schlechte Beispiele. Oft handelt es sich um bestimmte Gruppierungen oder einzelne Mitarbeiter, welche aufgrund eines individuellen oder strukturellen Rasters in “Ungnade” fallen und bei denen deutlich gezeigt wird, wer der Mächtigere ist. Betroffene sind häufig: sogenannte Low-Performer, Praktikanten oder Azubis, ältere Menschen, das andere Geschlecht, eine bestimmte soziale Schicht oder Menschen ethnischer Minderheiten. Um die Dominanz deutlich zu machen, werden besondere Maßnahmen eingesetzt: Statussymbole, Sprache und Auftreten, Mobbing, Ungleichbehandlungen, Einziehen einer gläsernen Decke oder extrem autoritärer Führungsstil.</p>
<p><strong>Auch wenn Macht asymmetrisch von oben nach unten verlaufen mag, sind Machtbeziehungen  wechselseitig und dynamisch</strong>. Verhältnisse, die einen Machtkampf beinhalten, bieten unter Umständen allen beteiligten Akteuren Genugtuung, auch wenn der Austausch nicht fair ist. Ein in der Hierarchie Untergeordneter zieht möglicherweise ebenfalls seine Vorteile durch die Aufrechterhaltung einer Machtbeziehung: seine untergeordnete Position im Arbeitsprozess kann zum Beispiel eine machtvolle Schnittstelle darstellen, wenn wichtige Arbeitsschritte von ihm abhängen und er keine Konsequenzen für seinen offenen oder leisen Widerstand zu befürchten hat.</p>
<h2>Machtspiele und die Herausforderungen auf einer neuen Führungsposition</h2>
<p><strong>Die ersten 100 Tage einer Führungskraft auf einer hierarchischen Position sind ebenfalls geeignet für dynamische Machtspiele</strong> in alle Richtungen &#8211; von unten nach oben, von oben nach unten oder seitwärts.</p>
<p><strong>Die Ausgangslage</strong>: Es findet ein Führungswechsel statt. Der Vorgänger geht, die neue Führungskraft ist intern ausgewählt worden.<br />
Mit der Bekanntgabe des Führungswechsels und mit der Übernahme des neuen Verantwortungsbereichs beginnt  eine Zone der Ungewissheit, wie sie der Soziologe Stefan Kühl definiert &#8211; sozusagen eine Phase der Desorientierung für alle Beteiligten: für die neue Führungskraft selbst, für die Kollegen, für den neuen Vorgesetzten, für die Mitarbeitenden. </p>
<p>Das Alte gilt nicht mehr, das Neue ist noch nicht da. Deshalb ist diese Zeit besonders anfällig für <strong>Mikropolitik &#8211; für Machtspiele im Unternehmen</strong>.<br />
Viele Akteure bringen sich schon frühzeitig in Stellung. Das geheime Ziel der Beteiligten lautet: Unsicherheit kontrollieren, eigenen Einfluss ausbauen, den Aufbau von Machtressourcen von anderen behindern. Es geht darum, sich zu behaupten, indem der eigene Einflussrahmen gehalten oder vergrößert wird bzw. den des anderen von Beginn an klein zu halten.</p>
<p>Kaum hat die neue Führungskraft den Stab übernommen, wird sie von den Mitarbeitern genaustens beäugt &#8211; am Anfang vielleicht noch etwas zurückhaltend. Aber rasch geht es auch hier zur Sache: Die neue Führungskraft soll zum Beispiel für die Teaminteressen eingespannt werden und sich diese im Gespräch mit dem Vorgesetzten zu ihren eigenen machen. </p>
<p>Auch die neuen Kollegen sind nicht untätig, wenn ein neues Mitglied in ihren Kreis kommt. Vielleicht ist es jemand, der vorher einer ihrer Mitarbeiter war und nun eine Zusammenarbeit auf kollegialer Augenhöhe erwartet.</p>
<p><strong>Hier einige Beispiele machtvoller Taktiken</strong>, die von Mitarbeitern, Kollegen oder Vorgesetzten gegenüber der neuen Führungskraft eingesetzt werden:</p>
<ul>
<li>Probleme ausklammern, bestimmte Themen tabuisieren</li>
<li>Koalitionen bilden</li>
<li>Bedenken hochgespielen</li>
<li>irritierende Informationen einstreuen</li>
<li>über andere lästern, seine eigene Leistung beschönigen</li>
<li>Wissen und Informationen filtern</li>
<li>über relevante Absichten im Unklaren lassen</li>
<li>Hinhaltetaktiken bei Entscheidungen usw.</li>
</ul>
<p><strong>Ein “Minenfeld” breitet sich vor den Füßen der neuen Führungskraft aus </strong>und das Fußfassen im neuen Verantwortungsbereich ist wie eine Gratwanderung zwischen explosiven Teilen.<br />
Schnell könnte der Wunsch aufkommen, durch machtvolles Einschreiten und Handeln diese Taktiken zu unterbinden.</p>
<h2>Durch Integrität als neue Führungskraft punkten &#8211; nicht durch Machtgehabe</h2>
<p>Doch wer als neue Führungskraft mit Macht und hierarchischen Autoritätszeichen ausgewiesen ist, ist noch lange nicht als Führung von seinen Stakeholdern akzeptiert! </p>
<p>Nur durch die hierarchische Legitimation alleine erreicht keine neue Führungskraft Respekt, Motivation und Produktivität auf längere Sicht.</p>
<p><strong>Respekt und Akzeptanz zu gewinnen, gehört deshalb zu den vordringlichen Zielen einer neuen Führungskraft im ersten halben Jahr.</strong> Gelingt dies nicht, kommt es rasch zum passiven Boykott und aktiven Widerstand, zu Demotivation und Leistungseinbruch.</p>
<p><strong>Dies gelingt nur mit integrem Verhalten und mit fortwährender Selbstreflexion!</strong></p>
<p>Integrität bedeutet, sich durch Werte leiten zu lassen und diesen entsprechend zu handeln.</p>
<hr />
<p><em>Macht und Führung: Mit Integrität durch die ersten 100 Tage als Führungskraft</em><br /><a href='https://twitter.com/share?text=Macht+und+F%C3%BChrung%3A+Mit+Integrit%C3%A4t+durch+die+ersten+100+Tage+als+F%C3%BChrungskraft&#038;via=Strat_Managerin&#038;related=Strat_Managerin&#038;url=https://simonsen-management.de/macht-und-fuehrung-integer-durch-die-ersten-100-tage-als-fuehrungskraft/' target='_blank'>Click To Tweet</a></p>
<hr />
<h2>Tipps für Integrität in den ersten Wochen der Führungsübernahme</h2>
<p>Einige Werte, welche bei der Führungsübernahme und in den ersten 100 Tagen präventiv wirken, weil sie zu einer gelingenden Zusammenarbeit beitragen &#8211; jenseits von Macht und Einflussnahme: Zugewandtheit, Aufrichtigkeit, Loyalität, Fairness, Verbindlichkeit, Vertrauen.</p>
<ul>
<ul>
<p><strong>Aufrichtigkeit</strong>:<br />
Hören Sie bei den Kennenlern-Gesprächen nicht nur gut zu, sondern hören Sie richtig hin &#8211; zugewandt, neugierig, interessiert. Stellen Sie Fragen! Zeigen Sie Respekt gegenüber anderer Meinung und persönlichen Bedürfnissen. Versuchen Sie, diese zu verstehen. Das bedeutet noch lange nicht, dass Sie diese abweichenden Interessen auch akzeptieren und die Erwartungen erfüllen müssen. Aber Sie sollten die Interessen und Erwartungen unbedingt kennen, damit Sie sich entsprechend verhalten können.</p>
<p> <strong>Zugewandtheit</strong>:<br />
Fordern Sie in Besprechungen zum konstruktiven Widerspruch auf und machen Sie deutlich, dass alle wichtigen Meinungen zur Entscheidungsbildung angehört werden. Zeigen Sie, dass Gegenmeinungen erwünscht sind und sich nicht alles auf die Macht der Führung konzentriert.</p>
<p><strong>Loayalität</strong>:<br />
Vermeiden Sie kritische Äußerungen gegenüber den Mitarbeitern über Ihren neuen Vorgesetzten bzw. die Geschäftsführung. Mitarbeiter würden solche Kritik als illoyal bewerten und die Situation so interpretieren, dass die zukünftige Zusammenarbeit zwischen ihrem Chef und dem Chef-Chef schwierig sein wird. Sie würden diese Signale als große Unsicherheit für ihr Team / Abteilung bewerten und versuchen, an Ihnen vorbei selber Führung zu übernehmen. &#8211; Versichern Sie Loyalität gegenüber allen Akteuren!</p>
<p><strong>Verbindlichkeit</strong>:<br />
Handeln Sie so, wie Sie es von Ihren Mitarbeitern erwarten. Wenn Sie möchten, dass die Mitarbeiter sich an Absprachen halten, tun Sie es bitte auch! &#8211; Versprechen Sie nichts, was Sie nicht einhalten können &#8211; keinen Urlaub, keine Fortbildung, keine Veränderung der Aufgabenstellung usw.</p>
<p><strong>Fairness</strong>:<br />
Geben Sie allen Mitarbeitenden und Teams eine neue Chance auf eine gute Zusammenarbeit, auch wenn Ihnen Konflikte aus der Vergangenheit bekannt sind. Beobachten Sie die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, die Talente und Stärken der verschiedenen Mitarbeitenden und fordern Sie sie auf, das Beste zu geben. &#8211; Lassen Sie sich nicht einseitig auf die Meinung von Cliquen ein und unterbinden Sie Ausgrenzungen, Lästereien, zynische Bemerkungen, Schuldzuweisungen und Bloßstellungen. Geben Sie stimmige Feedbacks!</p>
<p><strong>Vertrauen</strong>:<br />
Machen Sie in Ihrer Antrittsrede Ihre Werte, Ziele und Erwartungen deutlich. Stellen Sie das WIR der Zusammenarbeit in den Fokus. Zeigen Sie sich von Ihrer menschlichen Seite, mit Stärken und Schwächen, und bitten Sie um Vertrauensvorschuss für die kommenden Monate. &#8211; Setzen Sie auch danach den Fokus nicht auf Kontrolle sondern auf die Förderung von Vertrauensverhältnissen, zum Beispiel durch das Entwickeln von tragfähigen Beziehungen, konstruktiver Teamarbeit und unterstützendem Betriebsklima.</p>
<p><strong>Selbstreflexion</strong>:<br />
Führen Sie ein Tage- oder ein Wochenbuch, in dem Sie Ihre Gedanken und Ihr Führungshandeln beschreiben und reflektieren. Wo liegen Ihre persönliche Stolpersteine? Wo treten Sie mit Macht auf, weil Sie sich unter Umständen unsicher fühlen? Wie können Sie anders reagieren? &#8211; Betrachten Sie sich nicht als unfehlbar, sondern lernen Sie aus schwierigen Führungssituationen und tauschen Sie sich &#8211; wenn möglich &#8211; in einer Gruppe gleichgesinnter Kollegen aus.</p>
</ul>
</ul>
<h2>Fazit für Ihre Führungsübernahme</h2>
<ul>
<li>Die formale Macht reicht nicht aus, um Teams und Menschen zu führen. Sie brauchen auf  längere Sicht Akzeptanz, die von allen Akteuren getragen wird.</li>
<li>Verstehen Sie Machtprozesse in Unternehmen als normales Phänomen in sozialen Bezügen. Beobachten Sie die Mikropolitik und handeln Sie achtsam &#8211; ohne in Ihre persönlichen Minenfelder zu treten.</li>
<li>Machen Sie sich als Führungsneuling klar, wie Sie führen wollen: Welche Werte sind für Sie entscheidend? Wann werden Sie selbst zum Machtausüber? Wann zum Machtempfänger?</li>
<li> Setzen Sie dem Wunsch nach Macht und Autorität integres Verhalten gegenüber! Fördern Sie eine unterstützende Unternehmenskultur!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/macht-und-fuehrung-integer-durch-die-ersten-100-tage-als-fuehrungskraft/">Macht und Führung: integer durch die ersten 100 Tage als Führungskraft</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Führen ohne Weisungsbefugnis: Ein zahnloser Tiger?</title>
		<link>https://simonsen-management.de/fuehren-ohne-weisungsbefugnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Simonsen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2016 15:29:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Führungsrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Laterale Führung]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Teamwork]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://simonsen-management.de/?p=10533</guid>

					<description><![CDATA[<p>Führungskräfte und Mitarbeiter müssen immer häufiger quer zu Abteilungen und Funktionen zusammenarbeiten. Viele scheitern und erreichen keine guten Ergebnisse, denn diese Arbeitsform ist erheblich anspruchsvoller als das Zuweisen von Aufgaben oder das Durchsetzen von Entscheidungen mit Ansage. Führen ohne Weisungsbefugnis &#8211; ohne hierarchische Legitimation – ist für viele Führungskräfte wie Führen ohne Macht und deshalb [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/fuehren-ohne-weisungsbefugnis/">Führen ohne Weisungsbefugnis: Ein zahnloser Tiger?</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Führungskräfte und Mitarbeiter müssen immer häufiger quer zu Abteilungen und Funktionen zusammenarbeiten. Viele scheitern und erreichen keine guten Ergebnisse, denn diese Arbeitsform ist erheblich anspruchsvoller als das Zuweisen von Aufgaben oder das Durchsetzen von Entscheidungen mit Ansage.</p>
<p>Führen ohne Weisungsbefugnis &#8211; ohne hierarchische Legitimation – ist für viele Führungskräfte wie <strong>Führen ohne Macht und deshalb wie ein zahnloser Tiger</strong>. Entsprechend ist das Handeln halbherzig und wirkungslos.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/08/Fotolia_116610232_XS_copyright-©-manushot.jpg" alt="Führen ohne Weisungsbefugnis: Zahnloser Tiger?" width="424" height="313" class="alignright size-full wp-image-10538" srcset="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/08/Fotolia_116610232_XS_copyright-©-manushot.jpg 424w, https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/08/Fotolia_116610232_XS_copyright-©-manushot-300x221.jpg 300w" sizes="(max-width: 424px) 100vw, 424px" /></p>
<h2>Wann wird ohne Weisungsbefugnis geführt?</h2>
<p>Zum Beispiel &#8230;<br />
• bei team- und abteilungsübergreifender Projektarbeit – ohne Weisungsbefugnis der Projektleitung, z.B. Scrumprojekte<br />
• in virtuellen Teams, Stabstellen, gemischten Führungsteams/Shared Leadership<br />
• bei Abstimmungsprozessen zwischen unterschiedlichen Bereichen / Abteilungen<br />
• in Startups, Matrixorganisationen</p>
<h2>Traditionelles Verhalten von Führungskräften reicht nicht – erweitertes Verständnis wird benötigt</h2>
<p>Viele Führungskräfte versuchen in solchen Konstellationen, mit ähnlichen Methoden zu agieren, wie sie in hierarchischen Strukturen Einfluss nehmen:</p>
<ul>
<li><strong>Auf der persönlichen Ebene</strong>: mit mehr Charisma und persönlicher Begeisterung </li>
<li><strong>Auf der Interaktionsebene</strong>: mit stärkerem Fokus auf die Gesprächsführung, mit schlagfertiger Argumentation, strategischer Verhandlungsführung, frühzeitiger Konfliktmoderation, regelmäßigem Feedback, mehr Beteiligung der Kollegen und Mitarbeiter </li>
<li><strong>Auf der Organisationsebene</strong> wird versucht, mehr Sinn und Orientierung zu vermitteln, Ziele und Strategie besser zu vermitteln.</li>
</ul>
<p>Dieses Handeln ist richtig und wichtig. Aber es reicht nicht!<br />
<strong>Für die Führung ohne Weisungsbefugnis wird ein Verständnis der Wechselwirkungen von sozialen Phänomenen benötigt, damit diese vor dem Hintergrund der Organisation gedeutet und beeinflusst werden können.</strong></p>
<h2>Laterale Führung: Widersprüchliches in Einklang bringen</h2>
<p>Führen ohne Weisungsbefugnis wird auch als <strong>laterale Führung</strong> bezeichnet &#8211; also „seitliche Führung“, eine Formulierung aus zwei sich widersprechenden Begriffen: Führung steht im Zusammenhang mit einer vertikalen Linie im hierarchischen Organigramm; lateral verweist auf eine horizontale Linie. </p>
<p>Der Begriff „laterale Führung“ ist verwirrend und macht damit deutlich, welch widersprüchliche Anforderungen bei diesem Führungskonzept in Einklang zu bringen sind.</p>
<h2>Historie der lateralen Führung</h2>
<p>Schon in den 1950er Jahren wurde nebst der klassischen Führung „von oben“ auch diejenige „von unten“ oder „zur Seite“ beschrieben. Letztere wurden damals als laterale Beziehungen oder laterale Kooperationsbeziehungen bezeichnet. Heutzutage fallen auch kooperative Netzwerke oder Shared Leadership in diese Begriffskategorie.<br />
In Deutschland wurde die Wirk- und Anwendungsweise lateraler Führung wesentlich von Stefan Kühl, einem Organisationssoziologen, geprägt. </p>
<h2>Kooperative Zusammenarbeit ist Ziel des lateralen Führens</h2>
<p>Dort, wo die <strong>Selbstorganisation von Teams</strong> in Arbeitsprozessen eine immer größer werdende Rolle spielt, ist laterales Führen aus dem Führungsalltag nicht mehr wegzudenken:<br />
Es geht wie in allen wirtschaftlichen Unternehmen darum, gemeinsam Aufgaben zu bewältigen, Produktivität und Qualität zu sichern und Ziele zu erreichen.</p>
<p>Diese Wirkung muss trotz unterschiedlicher Interessen und Ansprüche, trotz lokaler Rationalitäten und vor allem trotz fehlender Positionsautorität der Führungskräfte erreicht werden. Die Führungskräfte sind selbst in die Teams integriert und müssen/können ihre Funktion nur mit Distanz ausüben.</p>
<p><strong>Ziel und Aufgabe des lateralen Führens</strong> besteht in der kooperativen und ergebnisorientierten Zusammenarbeit &#8211; ohne Instrument der Hierarchie.</p>
<h2>Einflussmechanismen der lateralen Führung: Verständigung, Macht, Vertrauen</h2>
<p>Während in der hierarchischen Zusammenarbeit die Abläufe weitestgehend formalisiert sind (zum Beispiel durch Weisungsrecht, Arbeitsvertrag, Zielvereinbarungsgespräch), sind sowohl „im Schatten“ der Hierarchie wie auch in hierarchiefreien Organisationsstrukturen Formen der Einflussnahme zu finden, die unterschwellig verlaufen.</p>
<p><strong>In allen Organisationen basieren diese Formen der Einflussnahme auf Vertrauen, Verständigung und Macht</strong>:</p>
<ul>
<li>In Teams und Gruppen entwickeln sich stets <strong>Vertrauensverhältnisse</strong>.</li>
<li><strong>Verständigungsprozesse </strong>bilden eine wichtige Grundlage in allen Organisationen. </li>
<li>Und in allen Unternehmen sind <strong>Machtspiele </strong>im Gange – formalisierte oder nicht formale.</li>
</ul>
<p><strong>Das Grundkonzept des lateralen Führens berücksichtigt diese drei Mechanismen</strong>, die in  hierarchischen oder hierarchiefreien Strukturen vorkommen und nimmt Einfluss auf die Prozesse der Verständigung, Macht und Vertrauen.</p>
<hr />
<p><em>Laterale Führung beruht auf Verständigung, Macht und Vertrauen</em><br /><a href='https://twitter.com/share?text=Laterale+F%C3%BChrung+beruht+auf+Verst%C3%A4ndigung%2C+Macht+und+Vertrauen&#038;via=Strat_Managerin&#038;related=Strat_Managerin&#038;url=https://simonsen-management.de/fuehren-ohne-weisungsbefugnis/' target='_blank'>Click To Tweet</a></p>
<hr />
<h2>Laterale Führung muss sich mit Macht beschäftigen</h2>
<p>Des Öfteren wird ein Führungsverständnis propagiert, welches sich auf ein oder zwei der oben genannten Säulen stützt – je nach Zeitgeist, Branche oder Wertekanon der Unternehmenskultur. </p>
<p>Derzeit sind es vor allem Vertrauen und Verständigung, die im im Trend liegen.<br />
Der Einsatz von Macht wird unter Umständen kategorisch abgelehnt, weil er als dysfunktional oder als manipulative Einflussnahme bewertet wird.<br />
Bei dieser Bewertung wird ausgeblendet, dass der bewusste Einfluss von internen und externen Akteuren in allen Organisationen zum beruflichen Alltag gehört. Diese Prozesse, als Mikropolitik bezeichnet, bilden die organisationale Innenpolitik und haben &#8211; je nach Situation und Ausprägung &#8211; eine funktionale Berechtigung. </p>
<p>Auch <strong>laterale Führung muss sich mit Macht auseinandersetzen</strong>, weil es nicht geregelt beziehungsweise nicht gewünscht ist, dass eine Führungskraft Anweisungen gibt.<br />
Machtverhältnisse entstehen dennoch und gehören zum Instrumentarium, um  Aufgaben zu strukturieren. Diese Machtverhältnisse beruhen auf Expertenwissen, Kontakten und Informationen.</p>
<h2>Das Wichtigste über laterale Führung</h2>
<ul>
<ul>
<p>o	 Laterale Führung stellt <strong>hohe Anforderungen</strong> an Führungskräfte und Teammitglieder in Organisationen.</p>
<p>o	<strong>Verständigung, Macht und Vertrauen</strong> spielen in allen sozialen Kontexten eine Rolle.</p>
<p>o	 <strong>Laterales Führen ist ein Managementstil</strong>, der die flexible und selbstorganisierte Zusammenarbeit in Unternehmen unterstützt.</p>
<p>o	 <strong>Wirkungsvolles Handeln</strong> entsteht vor allem durch eine gründliche Analyse und Bewertung sozialer Phänomene sowie durch passende Aktionsformen, um Verständigungsprozesse zu organisieren, Machteinfluss einzubringen und Vertrauensbeziehungen zu entwickeln – mit dem <strong>Ziel der kooperativen und ergebnisorientierten Zusammenarbeit.</strong></p>
</ul>
</ul>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Literaturhinweise</strong></p>
<ul>
<ul>
<li>Geschwill, Roland, Nieswandt, Martina (2016), Laterales Management: Das Erfolgsprinzip für Unternehmen im digitalen Zeitalter, Springer Verlag Wiesbaden</li>
<li>Gloger, Boris, Rösner, Dieter (2014), Selbstorganisation braucht Führung: Die einfachen Geheimnisse agilen Managements, Carl-Hanser Verlag München</li>
<li>Kühl, Stefan, Schnelle, Thomas (2009), Führen ohne Hierarchie: Macht, Vertrauen und Verständigung im Prozess des Lateralen Führens, In: OrganisationsEntwicklung 02/2009, S. 51 – 60</li>
<li>Kühl, Stefan, Matthiesen, Kai (2012), Wenn man mit Hierarchie nicht weiterkommt: Zur Weiterentwicklung des Konzepts des Lateralen Führens, In: Grote, Sven (Hrsg.) (2012), Die Zukunft der Führung, Springer Verlag Berlin, Heidelberg, S. 531 – 556</li>
<li>Kühl, Stefan (2016), Führen ohne Hierarchie: Macht, Vertrauen und Verständigung im Konzept des Lateralen Führens, In: Geramanis, Olaf, Hermann, Kristina (Hrsg.), Führen in ungewissen Zeiten: Impulse, Konzepte und Praxisbeispiele, Springer Verlag Wiesbaden, S. 251 – 264</li>
<li>Kühl, Stefan (voraussichtlich Herbst 2016), Laterales Führen, Springer Verlag Wiesbaden</li>
<li>Stöwe, Christian, Keromosemito, Lara (2013), Führen ohne Hierarchie – Laterale Führung: Wie Sie ohne Vorgesetztenfunktion Teams motivieren, kritische Gespräche führen, Konflikte lösen, 2.Auflage, Springer Verlag Wiesbaden</li>
</ul>
</ul>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Und nun sind Sie dran:</strong><br />
Teilen Sie diesen Artikel in den sozialen Medien und mit Ihren Freunden, wenn Sie mögen. Vielen Dank!<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/fuehren-ohne-weisungsbefugnis/">Führen ohne Weisungsbefugnis: Ein zahnloser Tiger?</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kooperationen: Top oder Flop?</title>
		<link>https://simonsen-management.de/kooperationen-top-oder-flop/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Simonsen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2016 20:57:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konflikte lösen]]></category>
		<category><![CDATA[Laterale Führung]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Teamwork]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://simonsen-management.de/?p=10142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oft höre ich während meiner Organisationsberatungen in Einrichtungen des Sozial- und Bildungswesens von Enttäuschungen im Zusammenhang mit Kooperationen oder strategischen Partnerschaften: Geschäftsführer berichten, wie sie anfangs voller Elan auf andere Einrichtungen zugegangen sind, um eine Kooperation zu initiieren – sei es für eine punktuelle oder zur längerfristigen, verzahnten Zusammenarbeit. Strategische Gründe geben den Ausschlag, Kooperationen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/kooperationen-top-oder-flop/">Kooperationen: Top oder Flop?</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oft höre ich während meiner Organisationsberatungen in Einrichtungen des Sozial- und Bildungswesens von Enttäuschungen im Zusammenhang mit Kooperationen oder strategischen Partnerschaften: Geschäftsführer berichten, wie sie anfangs voller Elan auf andere Einrichtungen zugegangen sind, um eine Kooperation zu initiieren – sei es für eine punktuelle oder zur längerfristigen, verzahnten Zusammenarbeit. </p>
<p><strong>Strategische Gründe geben den Ausschlag, Kooperationen zu bilden</strong> &#8211; wie zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Stärkung der Marktposition</li>
<li>Zugang zu neuen Kundengruppen</li>
<li>Verlängerung der Wertschöpfungskette</li>
<li>Bündelung von Ressourcen und Technologien</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/03/shutterstock_243519169©-Halfpoint.jpg" alt="©Halfpoint / shutterstock.com" width="400" height="258" class="alignright size-full wp-image-10141" srcset="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/03/shutterstock_243519169©-Halfpoint.jpg 400w, https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/03/shutterstock_243519169©-Halfpoint-300x194.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<h2>Kooperationen bergen Risiken</h2>
<p>Oft ist nach einer Enttäuschung jedoch die Bereitschaft, sich auf eine neue Kooperation einzulassen, sehr gering – auch wenn eine solche Partnerschaft für das Überleben des eigenen Unternehmens wichtig wäre.<br />
Aber die Erfahrung zeigt: Eine Kooperation kostet Zeit, Nerven und möglicherweise auch Geld!</p>
<p><strong>Mindestens die Hälfte meiner Kunden ist bei einem Kooperationsvorhaben</strong> schon gescheitert, weil während der Kooperation massive Schwierigkeiten aufgetreten sind: Zum Beispiel machten die Akteure Erfahrungen mit zeitintensiven Abstimmungsprozessen – aufgrund konträrer Standpunkte oder weil die Konflikte überhandnahmen beziehungsweise weil das „Vorwärtsgehen“ nicht im gleichen Tempo erfolgte. Oft verstärkten sich zudem die Bedenken, zu viel von der Eigenständigkeit preisgeben zu müssen. </p>
<p>Diese und ähnliche Gründe sind ausschlaggebend, dass strategische Kooperationen nach einer gewissen Zeit aufgegeben werden.</p>
<h2>Kooperationsmanagement ist Widerstandsmanagement</h2>
<p><strong>Worauf müssen Kooperationsinteressierte demnach achten, damit kooperatives Zusammenarbeiten gelingt? Wie funktioniert ein Kooperationsmanagement?</strong> </p>
<p>Bei meiner Recherche machte ich zwei Artikel von Melanie Franz ausfindig. Die Autorin Franz geht davon aus, dass Kooperationsmanagement Widerstandsmanagement bedeute. Als Fazit ihres Forschungsprojekts über Kooperationen von Weiterbildungs- und Kultureinrichtungen gibt sie wichtige Anregungen zum Umgang mit Widerständen, die in Kooperationen auftreten.</p>
<p>Was hat die Wissenschaftlerin beobachtet? Wie bewertet sie die Widerstände und welche Lösungen schlägt sie vor? </p>
<h2>Widerstand entsteht durch Gegensätze</h2>
<p>Drei gegensätzliche Bestrebungen begünstigen einen Widerstand in Kooperationen und damit das Entstehen von Konflikten:</p>
<ul>
<li><strong>Autonomie und Bindung</strong>: Angst vor Autonomieverlust aufgrund von Abhängigkeit, die unvermeidlich in Kooperationen auftritt</li>
<li><strong>Kulturelle Einheit und Vielfalt</strong>: Angst vor Identitätsverlust aufgrund von Zugehörigkeiten zu mehreren (meist zwei) organisationalen Strukturen</li>
<li><strong>Nähe und Distanz</strong>: Streben nach Nähe und Zusammenarbeit bei gleichzeitigem Wunsch nach Distanz und Abstand</li>
</ul>
<h2>Schwierigkeiten von strategischen Kooperationen</h2>
<ul>
Durch eine Kooperataion werden die Anliegen von mindestens zwei Unternehmen verknüpft. Dadurch entsteht ein neues System, in dem die Personen und Organisationen zugleich Partner, Konkurrenten und Wettbewerber sind. Eine schwierige Gemengenlage!<br />
&nbsp;<br />
Durch die Partnerschaft fehlt eine hierarchische Struktur, wie sie in traditionellen Unternehmen üblich ist. Die laterale, gemeinsame Steuerung verunsichert, und es entstehen Machtkämpfe.<br />
&nbsp;<br />
Eine Kooperation schafft Abhängigkeiten und intransparente Verhältnisse. Dadurch sind die Aushandlungsprozesse langwierig und die Kontrollschleifen aufwändig.<br />
&nbsp;<br />
Während Führungskräfte sich in ihrem eigenen Unternehmen um Stabilität, Identität und Routinen kümmern müssen, werden diese Faktoren in der Zusammenarbeit „ausgehebelt“: Routineabläufe sind nicht vorgegeben und Prozesse nicht definiert. Es entsteht Instabilität.</ul>
<h2>Widerstand in Kooperationen deuten und einordnen</h2>
<p>Um dem auftretenden Widerstand in Kooperationen erfolgreich begegnen zu können, müssen die Faktoren geklärt werden, die diesen ausgelösen. (siehe gegensätzliche Bestrebungen als Auslösefaktoren weiter oben)<br />
Zudem:<br />
<strong>Wie kann der Widerstand eingeordnet und bewertet werden?</strong>  </p>
<ul>
<strong>A)	Ist der Widerstand ein Feld für Verbesserungen?</strong><br />
Fragen dazu: Was müssen die Beteiligten zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit optimieren, damit sie zufrieden sind? Geht es um Macht, Status, Konzepte, Strukturen, Prozesse, Finanzen, Rechtsformen etc.?<br />
&nbsp;<br />
<strong>B)	Ist der Widerstand ein Zeichen unterschiedlicher Führungs- und Managementstile?</strong><br />
Frage: Wenn ja, können die Unterschiedlichkeiten angepasst werden oder ein Verständnis für einander erzeugt werden?<br />
Diese Bewertung könnte als Anlass zur Reflexion und für einen gemeinsamen Dialog genommen werden, um die Verhaltensweisen zu hinterfragen und sich zu verständigen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>C)	Ist der Widerstand ein Zeichen für eine Grenze der Veränderung?</strong><br />
Frage: Wenn ja, kann die dadurch verlangsamte Kooperationsprozesses zu mehr Reflexion führen? Bietet diese Entschleunigung vielleicht die Möglichkeit, die Kooperationsform zu korrigieren und die möglicherweise notwendige Stabilisierung des eigenen Organisationssystems ins Lot zu bringen?<br />
&nbsp;<br />
<strong>D)	Ist der Widerstand eine Reaktion auf den Erwartungs- und Anpassungsdruck?</strong><br />
Hierbei wird der Widerstand meist nicht als Anlass zum Lernen genommen, sondern als Grenze der Zusammenarbeit betrachtet. Mit dem Abbruch der Kooperation soll die unternehmerische Selbstbestimmung zurückgewonnen werden.</ul>
<h2>Kooperationsmanagement für den Umgang mit Widerständen</h2>
<p>Wie oben erklärt, entstehen Widerstände aus unterschiedlichen Gründen und können verschieden gedeutet werden. Der Umgang mit dem Widerstand selbst kann ebenfalls nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen.<br />
Franz beschreibt vier unterschiedliche Bearbeitungsmöglichkeiten &#8211; abhängig von der Bewertung des Widerstands und der Orientierung an eigenen Zielen oder den Belangen des Kooperationspartners:<br />
<div id="attachment_10138" style="width: 770px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10138" src="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/03/Handlungsoptionen-Widerstand-in-Kooperationen3.jpg" alt="Quelle: Franz, M. (2013), S. 35  " width="760" height="433" class="size-full wp-image-10138" srcset="https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/03/Handlungsoptionen-Widerstand-in-Kooperationen3.jpg 760w, https://simonsen-management.de/wp-content/uploads/2016/03/Handlungsoptionen-Widerstand-in-Kooperationen3-300x171.jpg 300w" sizes="(max-width: 760px) 100vw, 760px" /><p id="caption-attachment-10138" class="wp-caption-text">Quelle: Franz, M. (2013), S. 35</p></div> </p>
<p><strong>Folgende Handlungsmöglichkeiten stehen zur Wahl</strong>:</p>
<ul>
<p><strong>1)	Ausweichen:</strong> Hier ist die Motivation einer Kooperation im Vordergrund. Wird die Motivation eines Partners als schwach eingeschätzt, wird die Kooperation in geringerer Intensität als bisher weitergeführt. Einer der Akteure sucht als Lösung für sich neue Partner, um einen Ausgleich zur bisherigen, schwierigen Kooperationssituation herzustellen.<br />
&nbsp;<br />
<strong>2)	Ausbau</strong>: Bei dieser Option wird die Kooperation weiter ausgebaut – durch kooperative Aushandlungsprozesse: Der störende Konflikt wird thematisiert, die Ursachen be-sprochen und die gemeinsamen Interessen zur Kurskorrektur in den Mittelpunkt ge-stellt. Bei diesem Relaunch der Kooperation werden die Vereinbarungen neu  geregelt, damit sich ein „Gleichschritt“ entwickeln kann.<br />
&nbsp;<br />
<strong>3)	Anpassung:</strong> Bei diesem Bearbeitungsweg unterwirft sich einer der Partner dem Bedürfnis des anderen: Macht und Abhängigkeit spielen eine Rolle. Meist fußt die Zusammenarbeit auf Skepsis und Zweifel; es fehlt an Vertrauen. Kosten und Nutzen werden abgewogen. Beim Fortgang der Kooperation wechselt der Widerstand immer wieder die Seiten – mal ist der eine Partner resistent, mal der andere.<br />
&nbsp;<br />
<strong>4)	Abbruch:</strong> Die Kooperation wird beendet, weil ein gemeinsamer Nenner nicht weiter im Mittelpunkt steht. Standpunkte sind nicht in Übereinstimmung zu bringen; gewünschte Verhaltensänderungen bleiben aus. Es fehlt an Motivation, die Widerstände gemeinsam zu bearbeiten und nach einer Lösung zu suchen. Der Abbruch führt oft dazu, anschließend das Profil der eigenen Organisation wieder zu schärfen bzw. gezielt Folgekooperationen einzugehen.</ul>
<p>In der Praxis stehen diese oben genannten Handlungsoptionen meist nicht in reiner Form auf; sie mischen sich oder verlaufen nacheinander. </p>
<hr />
<p><em>Tipps für gelingende Kooperation: Ziele und Interessen in den Mittelpunkt stellen</em><br /><a href='https://twitter.com/share?text=Tipps+f%C3%BCr+gelingende+Kooperation%3A+Ziele+und+Interessen+in+den+Mittelpunkt+stellen&#038;via=Strat_Managerin&#038;related=Strat_Managerin&#038;url=https://simonsen-management.de/kooperationen-top-oder-flop/' target='_blank'>Click To Tweet</a></p>
<hr />
<h2>
Tipps für gelingende Kooperation</h2>
<ul>
<li>Wählen Sie den Kooperationspartner sowohl nach <strong>strategischen Gesichtspunkten</strong> wie nach der gemeinsamen Wertebasis und Kooperationsbereitschaft/Kooperationskompetenz aus.</li>
<li>Fragen Sie sich im Voraus, ob das Miteinander auch auf der <strong>Beziehungsebene</strong> tragfähig sein wird: Ist die Beziehung ausreichend von Empathie geprägt? Ist Vertrauen möglich &#8211; auch in Krisenzeiten?</li>
<li>Klären Sie rechtzeitig Themen wie <strong>Rechtsform, Nutzungsrechte</strong> für gemeinsame Produkte, Wissen und Ideen etc.</li>
<li>Verständigen Sie sich im Vorwege mit dem Kooperationspartner über <strong>Strategien und Vorgehensweisen zur Klärung von Widerständen</strong> und Konflikten. Und wenn Missstimmungen und Spannungen entstehen, betrachten Sie diese als &#8222;natürlichen&#8220; Bestandteil von Kooperationen.</li>
<li>Analysieren und beurteilen Sie auftretenden Konflikte und Widerstände. Nehmen Sie Widerstand grundsätzlich als <strong>Anlass für Reflexion und Verbesserung</strong>.</li>
<li>Denken Sie über Ihre Bereitschaft nach, Konflikte zu verhandeln, indem Sie und Ihr Kooperationspartner <strong>Ziele und Interessen in den Mittelpunkt</strong> stellen.</li>
<li>Treffen Sie keine voreiligen und unbedachten Entscheidungen, die Sie und die Kooperationspartner beschädigen. Lassen Sie die Entscheidung über die <strong>richtige Handlungsoption reifen</strong>.</li>
<li>Lassen Sie sich nach einem Kooperationsabbruch <strong>nicht entmutigen</strong>. Suchen Sie – und nach einer gewissen Auszeit und mit entsprechendem Ziel – erneut eine Kooperation. Gehen Sie nach den ersten Erfahrungen noch gezielter bei der Auswahl und achtsamer bei der Kooperation selbst vor.</li>
</ul>
<p>Viel Erfolg!<br />
&nbsp;<br />
<strong>Literatur:</strong></p>
<ul>
<li>Franz, M. (2013): Wege zu einer gelasseneren Kooperationspraxis: Bausteine eines widerstandssensiblen Kooperationsmanagements, In: Zeitschrift für OrganisationsEntwicklung, 02/2013, S. 32-38</li>
<li>Franz, M. (2014): Auftreten, Bearbeitung und Bedeutung von Widerstand in Kooperationen der Weiterbildung, URL: <a href="http://www.die-bonn.de/doks/2014-widerstand-01.pdf" target="_blank">www.die-bonn.de/doks/2014-widerstand-01.pdf</a> (Abruf am 08.03.16)</li>
</ul>
<p>&nbsp;<br />
Und nun sind Sie dran: Teilen Sie diesen Artikel in den sozialen Medien und mit Ihren Freunden. Vielen Dank!<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://simonsen-management.de/kooperationen-top-oder-flop/">Kooperationen: Top oder Flop?</a> erschien zuerst auf <a href="https://simonsen-management.de">Simonsen Management</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
